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Erbaut in den Jahren 1728 und 1729 in der Zeit des Übergangs vom Barock zum Rokoko gehört die St. Georgskirche zu den schönsten Thüringer Dorfkirchen.

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Details

Die St. Georgskirche besitzt eine etwa 500 m² große Holztonnenschalung, die komplett mit einer Stuckdecke mit viel Ornamentik ausgekleidet ist. Eine Pracht, die nur selten in evangelischen Kirchen anzutreffen ist.
Unterhalb der Decke, auf der zweiten Empore befindet sich die Orgel, deren Prospekt, in Weiß und Gold gehalten, mit Engelsfiguren und Bildern reich geschmückt ist.

Gegenüber in östlicher Richtung sieht man einen Kanzelaltar, der die gesamte Höhe der Kirche einnimmt und mit einer lebensgroßen Figur des auferstandenen Christus gekrönt ist. Der Altar wurde aufwendig gestaltet mit vielen Engelsfiguren und Bildern. Lebensgroße Figuren von Mose und Johannes stehen links und rechts neben der Kanzel. Der Altar wird zur Zeit restauriert.

Der Altarbereich wird eingerahmt von Logen, in denen die Baronsfamilie ihren Platz hatte. An der rechten Loge oben findet sich das Wappen der Familie von Werthern, eingerahmt von zwei Löwenfiguren. In der Mitte das Wappen der Grafenfamilie von Flemming, der Frau des damaligen Patronatsherren.

Zum Kirchenschiff hin wird der Altarbereich durch eine Brüstung begrenzt, in dessen Mitte das Lesepult eingearbeitet wurde. Das Pult wird von einem Pelikan getragen, der seine Jungen mit dem eigenen Blut ernährt. Der Pelikan erinnert an Jesus, der sein Blut für alle Menschen vergossen hat.

Das Innere der Kirche ist schon in den Farben des Rokoko, weiß, rosa und hellgrau gestaltet.

An den Kirchenbänken ist die orginale Bemalung erhalten geblieben. Viele Bänke sind mit Namen aus dem Ort beschrieben. Sie stammen aus der Gründerzeit und erinnern daran, daß bis etwa 1890 jeder einen festgelegten Sitzplatz hatte, den er für ein Jahr mieten konnte. Im Kirchenschiff unten saßen die Frauen, auf der ersten Empore die Männer.

Der Kirchturm, der westlich des Kirchenschiffes steht ist etwa 30 Meter hoch und beherbergt eine sehr alte Glocke, die bereits 1383 gegossen wurde und bis heute geläutet wird.

In der Kirche wurde 1841 der Dichter Ferdinand Freiligrath getraut und eine Freundin von Johann Wolfgang von Goethe liegt auf dem historischen Teil des Friedhofes, der die Kirche umgibt, begraben.

In der Kirche, unterhalb des Altarraumes, befindet sich eine Gruft, die bis etwa 1800 der Beerdigung von Mitgliedern der gräflichen Familie diente, allerdings wurde der Zugang dazu schon vor langer Zeit verschlossen.